Abzugsfähige Krankheitskosten nach Unfall bei Fahrt zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte

 

Eine Arbeitnehmerin hatte sich bei einem Wegeunfall schwere Verletzungen im Gesicht und an der Nase zugezogen. Die Berufsgenossenschaft übernahm Operationskosten, darüber hinausgehende Operationskosten, Behandlungskosten und behandlungsbedingte Fahrtkosten in Höhe von 2.402€ musste die Arbeitnehmerin selbst tragen. Sie brachte ihren Fall vor Gericht und erhielt Recht.

Nach dem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs werden Krankheitskosten (und sogar Aufwendungen für die Beseitigung von Sachschäden) infolge eines Unfalls auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte als Werbungskosten abzugsfähig und fallen nicht unter die Entfernungspauschale von 0,30€/km. Die Entfernungspauschale gilt lediglich für fahrzeug- und wegstreckenbezogene Mobilitätskosten, aber nicht für Kosten infolge von Personenschäden.